Alanya

Die Stadt Alanya liegt etwa 100 Kilometer östlich von Antalya, auf einer Halbinsel zwischen dem Mittelmeer im Süden und dem Taurusgebirge im Norden. Sie ist heute eines der beliebtesten Urlaubsziele der Türkei, insbesondere für Liebhaber von Sonne, Meer und Sand. Es gibt viele Strände, die von der gemeinnützigen Organisation „Foundation for Environmental Education“ (FEE) mit der blauen Flagge ausgezeichnet wurden, und viele Hotels und Resorts entlang der Küste an Sandstränden. Deshalb wählen jedes Jahr Millionen von Touristen Alanya für ihren Urlaub.

Historisch gesehen lag die Stadt zwischen den Regionen Kilikien und Pamphylien im Süden. Die ersten Gründungen sind nicht genau bekannt, aber bei Ausgrabungen in mehreren Höhlen in der Nähe wurde festgestellt, dass die Gegend seit dem Paläolithikum bewohnt war. Um das 4. Jahrhundert v. Chr. war die Stadt als Coracesium bekannt. Die Seleukiden versuchten, sie zu erobern, scheiterten aber. Später wurde sie zum Zentrum der Piraterie im Mittelmeer, insbesondere während der Herrschaft des Rebellen Diodotus Tryphon. Der römische Feldherr Pompejus der Große eroberte die Stadt 65 v. Chr. und setzte damit der Herrschaft der Piraten ein Ende. Während der römischen Zeit blühte die Stadt auf und prägte im 2. Jahrhundert n. Chr. eigene Münzen, was damals ein Zeichen für Reichtum und Wohlstand war.



Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches herrschten die Byzantiner über die Stadt. Sie nannten sie Kalonorosa, was „schöner Berg“ bedeutet. Aus der byzantinischen Zeit gibt es nicht viele Details, aber es muss eine christliche Stadt gewesen sein, wie der Rest von Kilikien und Pamphylien. Im Mittelalter war die Stadt unter verschiedenen Namen bekannt: Candelor, Scandelore oder Galenorum, benannt von den Genuesen, Venezianern und Zyprioten.

Im 11. und 12. Jahrhundert wechselte die Stadt den Besitzer zwischen den seldschukischen Türken, dem byzantinischen Herrscher Alexios I. Komnenos, dem Ersten Kreuzzug und dem armenischen Herrscher Kyr Vard. Schließlich wurde sie 1221 von dem seldschukischen Sultan Alaeddin Keykubad I. erobert, der der Stadt seinen Namen gab und sie Alaiye nannte. In dieser Zeit erlebte die Stadt eine neue Blütezeit. Unter den Sultanen wurden große Bau- und Reparaturprojekte durchgeführt, wodurch die Stadt zu einem wichtigen Handelshafen für das westliche Mittelmeer wurde.

Nach dem Fall der Seldschuken wurde die Stadt von den Karamanliden und anderen anatolischen Fürstentümern sowie von den Lusignan-Königen aus Zypern und dann von den Ägyptern erobert. Während der osmanischen Herrschaft nach dem 15. Jahrhundert verlor die Stadt ihre Bedeutung. Es heißt, dass Atatürk die Stadt 1933 Alanya statt Alaiye nannte, und so wurde dies der moderne Name der Stadt.

Alanya ist heute eine der am besten erhaltenen seldschukischen Städte. Sie hat viele antike Stätten, Denkmäler und Höhlen sowie Naturschönheiten zu bieten.

Basar am Dienstag 

Gemüse, Obst und Textilien



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